Mittwoch, 26. Oktober 2016

Kimono mit Raglanärmeln (12 letters of handmade fashion)

Um allen eingefleischten Japanfans und Klugscheißern (*räusper*  ja, genau diese Kombi ist mir schon mehrfach begegnet...) zuvor zu kommen: Jaha, ich weiß, dass das kein echter Kimono ist. Aber irgendwie muss ich dieses Kleidungsstück ja bezeichnen. Ein kimonoähnliches Gebilde mit Raglanärmeln könnte ich vielleicht Raglono nennen, aber das wäre den SEO nicht zuträglich.
Allerdings macht das ein ein prima "R"-Kleidunngsstück und ich kann gleich zwei mal im Oktober bei "12 letters of handmade fashion" mitmachen.
Ich trage schon mehrere Jahre lang tagein, tagaus dieses kleine Jäckchen sobald nicht mehr ganz T-Shirttemperaturen sind, es für Pullis aber noch zu warm ist. Langsam habe ich aber angefangen mich zu genieren, da ich quasi keine Alternative hatte. Ihr wisst schon: ICH HAB NIX ZUM ANZIEHEN!!! Etwas neues, dünnes zum Drüberwerfen musste her. Ich bin jetzt nicht so der Cardigantyp, daher hab ich mir diesen Raglonoschnitt mit extrem tiefen Taschen ausgedacht. 
Die schönen Hemdenstoffe, die ich für dieses Projekt verwendet habe, bekam ich im Kumasch. Das ist  übrigens mein absoluter Geheimtipp, falls ihr in Berlin Hemden-, Blusen oder Seidenstoffe kaufen möchtet. Die Auswahl ist  riesig, das Expertenwissen des Personals unschlagbar und die Preise echt nicht übertrieben. Außerdem bekommt man bei jedem Ladenbesuch auch  einen Tee und einen Keks dazu. Überzeugt! 
Was man nicht so gut auf den Fotos sieht, ist, dass es an den Blenden bicolore Paspeln gibt. Ein weißer Paspelstreifen liegt hier über einem schwarzen. Da die Blenden halt auch schwarz sind, kommt nur das Weiß zur Geltung. Wenn man aber im Real Life einen Blick für's Detail hat, sieht man es.
Kombiniert hab ich das Outfit mit meinen upgecycleten Latzhosen und einem schlichten, weißen T-Shirt, welches ich mir  vor fünf Jahren in Melbourne genäht hatte. Wow. So lange gibt es diesen Blog schon. Strumpfhosen haben mir meine Eltern mal geschenkt (Danke, Mutti und Vati!!!) und Schuhe sind zwar von Clarks aber aus dem Schlussverkauf. Ohrringe (&other stories) und Kette (Polli) hab ich von lieben Familienmitgliedern dieses Jahr zum Geburtstag geschenkt bekommen. Ein Trullalla auf die Familie, das Selbermachen und den Schlussverkauf also für dieses sweete Outfit, das mich nahezu nix gekostet hat.
Und jetzt klickt euch noch rüber zum Memademittwoch um alle anderen Kreationen und die generelle mittwöchliche Massenkreativität zu feiern. Ciao, ciao!



Mittwoch, 12. Oktober 2016

Rosie Martin inspirierter Pulli (12 letters of handmade fashion)

Ich hab einen neuen Pulli und er macht mich sehr glücklich? Was, Kleidung kann nicht glücklich machen?! Doch. Hier ist der Beweis!
Yay! Den Schnitt hab ich bei der Ankündigung für Rosie Martins neues Buch "No patterns needed" gesehen. Und obwohl ich das Buch zwar noch gar nicht habe (ich werde es mir aber definitiv besorgen!!!) hat mir das Bild gereicht, um mir den Schnitt selber zusammenzuwursteln. 
Die verschiedenen Sweatshirtstoffe habe ich alle aus dem Zick-Zack. Der bordeauxfarbene Glitzerstoff (welcher drin übrigens ganz kuschelig weich ist) hatte es mir sofort angetan, aber ich wusste zunächst nix so richtig damit anzufangen. Ein Pulli komplett aus dem Material wäre mir zu tacky gewesen. Aber als ich dann den Four Slice Sweater bei Rosie sah, fügten sich die Puzzleteile langsam zusammen und der Stoff landete dann also doch noch unter meiner Maschine. Welch Glück!
Sini mochte den Glitzerstoff übrigens genau so gern wie ich und so nähte ich ihr noch eine eigene Variante. Schnitt und Farbverteilung hab ich bei ihr aber anders gehalten. Ich mag es zwar, dass wir ähnliche Pullis haben, wollte aber keine Mini-Me-Version.
Wir alle beiden sind aber wirklich verrückt nach unseren neuen Pullis und kaum sind sie aus der Waschmaschine und e-e-endlich getrocknet - schwupps - haben wir sie beide schon wieder an. 
Das obige Bild erhält von mir den Titel "Nach dem Festival liegen geblieben" und ich füge es dem Post eigentlich nur des Humorgehalts wegen bei. Ich finde, ich seh darauf aus, wie a) ein Partyopfer oder b) jemand von den X-Men, der gerade aber leider den Kampf verloren hat.

Mit diesem Post misch ich wieder bei "12 letters of handmade fashion" mit -  diesen Monat gehosted von Lisa von Stoffreise. Mein "R" steht diesen Monat für Rosie Martin. Die Aktion mach mir riesigen Spaß und ich bin tatsächlich etwas wehmütig, weil das "12 letters of handmade fashion"-Jahr bald vorbei ist und hoffe, 2017 gibt es eine ähnlich tolle Jahresaktion. 

Es ist außerdem Mittwoch und ich habe etwas selbstgenähtes an. Absolut beste Vorraussetzungen also um auch am MeMadeMittwoch teilzunehmen. 




Sonntag, 2. Oktober 2016

Urlaubsfotos

Da hab ich gefühlte Ewigkeiten unserem Urlaub entgegengefiebert und jetzt liegt er schon wieder einen Monat hinter uns. Huch... Ich hab euch und mir aber ein paar meiner Lieblingsbilder aus unserem Englandurlaub rausgesucht und so können wir uns alle ein bisschen Nord-Devon in unser Wohnzimmer (oder wo immer ihr auch gerade diesen Post lest...) holen.

Vorweg: Bilder wie die obigen, also welche mit blauem Himmel, sind rar aus dem Urlaub. Den Großteil hat es eigentlich geregnet oder es war total verhangen. War für uns aber irgendwie auch nicht schlimm. Die Gegend war so abwechlunsreich und wunderschön, dass wir das Wetter darüber tatsächlich ganz vergessen haben.
Sina und ich haben am Strand zum Beispiel Steintürmchen gebaut. Das war total meditativ bis zu dem Zeitpunkt, als mir einer der Türme auf meine Füße gekippt ist. Und da hatte ich nicht wie auf dem Bild Docs an, sonder war barfuß. Eventuell ist diese Tätigkeit also nicht wirklich Kleinkind geeignet... Ähem. Sinis Füße sind zum Glück verschönt geblieben.
Zu manchen Stränden kam man nur durch ein ganzes Stück Fußmarsch. Der führte dann aber durch solch einen schönen Wald, unterwegs konnte man Brombeeren naschen und am Strand gab es dann obendrein noch einen kleinen Wasserfall der malerisch ins Meer plätscherte.

Eine kleine Wanderung haben wir eigentlich jeden Tag gemacht und da es ja ausreichend Niederschlag gibt, war alles unglaublich grün und kleine Bächlein gab es auch zur Genüge.
Wer gedacht hat, die Strände sind alle steinig, darf sich übrigens eines Besseren belehren lassen. Nix da, es gibt auch meilenweite und breite Sandstrände. Woolacombe hatten wir nahezu für uns. Die Hügel im Hintergrund wurden total vom Nebel verschluckt.
An einem Tag sind wir ein Stückchen gefahren, weil wir eigentlich eine Küstenwanderung machen wollten und als wir auf dem Parkplatz ankamen, war da alles voll mit diesen Bergziegen. Und ich liebe Ziegen! Sie sind so variabel in ihrem äußeren Erscheinungsbild, dass ja sie quasi schon fast wieder Menschen sind.
Obwohl der Englandaufenthalt eigentlich von uns als Sommerurlaub deklariert wurde, hat er mich eher auf den Herbst eingestimmt. Aber das auf eine sehr charmante Weise. Und ab letztem Wochenende ist nun auch tatsächlich die Pulli-Saison ausgebrochen. Hab meinen ersten schon fertig. Aber davon berichte ich euch ein anderes Mal.