Mittwoch, 3. Mai 2017

Mit Jumpsuit im Traumland


Ich konnte mich schon immer gut an Träume erinnern und habe luzide Träume (Träume in denen man weiß, dass man träumt) seit ich denken kann. Aber erst letztes Jahr habe ich angefangen zu üben, sie selber herbeizuführen. Klappt dann und wann ganz gut und macht wirklich richtig, richtig viel Spaß!!!

Häufig ist es aber auch so, dass ich mir vornehme einen Klartraum zu haben, mir mein Traum genügend Hinweise liefert, dass es eben genau das ist - ein Traum - und ich es trotzdem nicht schnalle, sondern mich einfach nur wundere.
Die Schwierigkeit besteht ja im Prinzip nur darin, sich im Traum daran zu erinnern, dass man ja mitbekommen wollte, wenn man träumt. Tssss. Ich habe in Träumen zum Beispiel immer Schwierigkeiten, Texte oder Uhrzeiten zu lesen. Und wenn ich springe oder renne, ist das immer verzögert. Das mit dem Springen mache ich immer als Reality Check, wenn ich mir gerade nicht ganz sicher bin, ob ich im Wach- oder im Traumzustand bin. 
Aber wenn ich dann endlich kapiert habe, dass ich im Traum bin, dann wird es ziemlich grandios. Ich teste zum Beispiel häufig aus, wie gut die ganzen Sinne funktionieren und finde es jedes Mal aufs Neue berauschend wie viel intensiver die Dinge im Traum schmecken, riechen oder sich anfühlen.
Dann habe ich gelernt, in Gefahren nicht mehr zu fliehen, sondern mich gelassen dem zu stellen, was auf mich zukommt. Meist nimmt der Traum dann noch einmal eine ganz andere Wendung und wird so richtig geil!
Aber das allerbeste ist das Fliegen!!! Letztens habe ich im Traum sogar verschiedene Tiergestalten ausprobiert und bin erst als Kakadu, dann als Papagei, dann als Flughörnchen und weil das nicht gut ging dann wieder als Kakadu rumgeflogen. Ich kann mit Worten gar nicht beschreiben, wie phänomenal genial sich das anfühlt.

Achso, natürlich gibt es noch ein paar Nähinfos für Interessierte...
Der Stoff ist ein streichelweicher japanischer Webstoff von idee!, den Schnitt hab ich selbst gemacht, in der Mitte wird das ganze von Schlüppergummi auf Taille gebracht und um mich vor ungewollten Einblicken zu schützen, hab ich Druckknöpfe von innen angenäht.
Den Schriftzug habe ich auf einen Jeansstoff, welchen ich vorher etwas mit Bleiche befleckt habe aufgestickt und anschließend ganz simpel appliziert.
Ich mag, dass der Jumpsuit irgendwie wie ein Schlafanzug aussieht, denn so wird die Aussage des Spruchs noch mal unterstrichen.

Ich verlink mich noch beim MeMadeMittwoch und schwebe sanft von dannen ;)



Kommentare:

  1. Huhu Anne! Deinen Jumpsuit im Schlafanzug-Look finde ich super - der Stoff ist wirklich ganz ganz toll! Aber heute noch viel interessanter finde ich deine Traumberichte! Ich wusste gar nicht, dass es einen Fachbegriff dafür gibt, wenn man weiß, dass man sich in einem Traum befindet. Ab und zu hab ich das nämlich auch - aber ich habe es noch nie geschafft, dieses Bewusstsein zu nutzen. Interessante Ideeeee.... bei mir war es eher seit meiner Kindheit so, dass ich für schlimme Alpträume einen *Not-Aus*-Knopf habe, mit dem ich auch einmal checke, dass es nur ein Traum ist und dann Aufwachen kann. Auch ganz praktisch.
    Wie hast du das denn trainiert? Gibt es gute Bücher dazu oder so?
    Dream on und liebe Grüße von Wiebke

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    1. Hi Wiebke, das mit dem Alptraum-Not-Aus ist die erste Stufe mit Alpträumen zurecht zu kommen und ich denke für Kinder auch erst mal wirklich das einfachste. Wenn man das kann, kann man dann aber auch zur nächsten Stufe übergehen und sich einfach verdeutlichen: Mir kann im Traum nichts Schlimmes passieren. Ich kann meinem Verfolger gelassen entgegenschauen und sehen was passiert. Das ist dann meist ziemlich erlösend und hat mir auch viel für für Konflikte im realen Leben gegeben.
      Ich habe luzides Träumen mit Hilfe des Buchs "Träume, was du träumen willst" von Stephen LaBerge und Howard Rheingold gelernt. Das Buch kann ich absolut empfehlen.
      Liebe Grüße
      Anne

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  2. Wuhuhu, welch ein cooler Beitrag! :D Sehr spannend, was du alles kannst. Nachdem ich gestern deinen Beitrag gelesen habe, konnte ich mich heute zumindest seit langem mal wieder an meinen Traum erinnern.. Ich guck wohl zu viele Nachrichten ist mein unkreatives Resumée o.O :D Deine Fotos sind genial! Ich sollte mir auch so eine Superkraft des Traumkontrollierens zulegen. Und der Jumpsuit gefällt auch ;)

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    1. Luzides Träumen lernen geht schneller, als man glaubt. Erst muss man sich jeden Abend vormehmen, sich am nächsten Morgen an seine Träume zu erinnern und wenn man das gut schafft, muss man sich vornehmen, im Traum zu bemerken, dass man träumt. Das ist jetzt bisschen vereinfacht und es gibt noch ein paar Techniken, mit denen man das optimieren kann, aber im Prinzip funktioniert es ungefähr so.
      Freut mich, dass dir die Fotos gefallen. Ich hab auch wirklich eeeewig daran gesessen. Das ist auch ehrlich gesagt mein Lieblingsblogpost von allen bisherigen.
      Liebe Grüße
      Anne

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  3. Was ist das denn für eine megacoole Präsentation!
    Bitte mehr davon!

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    1. Danke! Freut mich sehr, dass es es dir gefällt. Ich kann natürlich nix versprechen, aber eigentlich geb ich mir ja immer ziemlich Mühe, die Bilder zu den Projekten auch angemessen zu inszenieren...

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  4. Der Wahnsinn! Was für ein cooler Post! Träumen ist sooo spannend und die träume, die man steuern kann sind echt die Besten. Manchmal wacht man auf und will unbedingt weiterträumen. Die schönsten Träume sind auch die, in denen ich fliege, meist bin ich dann ein kleiner Vampir oder ein ähnliches Flatterwesen und lerne grad erst fliegen mit ganz viel mit den Armen flattern :P
    Leider habe ich diese Träume ganz selten, wenn ich lernen könnte öfter so zu Träumen wäre ich vermutlich morgens viel entspannter :)
    Das mit dem verlangsamten Rennen kenne ich auch, wurde bisher immer von den "Bösewichten" geschnappt, die mich verfolgt haben.
    Achja, und mindestens eijnmal im Monat träume ich von der Apocalypse.. normal, oder? ;)

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